[clic] – Gefrorenes Wasser

De l'eau gelée - dans notre salle de coucher!

Gestern früh hat Heike beim Aufwachen berichtet, dass sie in der Nacht geträumt hat, aus ihrem Wasserglas kommt kein Wasser raus. Das bleibt einfach drin. Wie angewachsen. Als sie mir dann das Glas zeigte, war alles klar: Kein Traum. Das Wasser war gefroren. Während ich mich noch tiefer unter der Decke verkrümelte, kam nur: “Na dann können wir ja jetzt auch getrost zum Wintercamping.” Was wohl unsere Bananenpflanze davon hält? Die ist ja im Winter im Schlafzimmer untergebracht, weil das der hellste Raum ist.

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[wa:bjeng?!] – Ihr habt wohl ‘nen Vogel?

Klingt lustig, war’s aber nicht. Gestern ist uns nämlich was merkwürdiges passiert, dass uns ganz schön die Nerven aufgerieben hat.

Die Geschichte beginnt eigentlich mit Markus’ Kommentar, in dem er neulich fragte, ob wir nun endlich unseren Ofen in Gang gebracht haben. De Antwort lautet nämlich: Ja. Ich weiss nicht, ob wir es schon hier im Blog berichtet hatten, aber wir haben im Flur einen Gasofen, der als zusätzlicher Wärmespender dienen soll, wenn die Fipselradiatoren unterm Fenster nicht mehr reichen sollten. Wir haben uns lange gewehrt und standhaft die Kälte erduldet – naja von wegen Gasofen hier im maroden Québec und sehr vertrauenerweckend sieht er ja auch nicht aus. Außerdem bullert er Tag und Nacht und niemand will uns erzählen, wie man ihn an und wieder ausschaltet.  Jetzt im Januar aber, wenn die Temperatur ständig unter -15°C ist, geht’s einfach nicht mehr anders. Unser Hausmeister hat also anfang des Jahres den Ofen angeschaltet (uns aber natürlich nicht gezeigt, wie. Das sollten wir am gestrigen Tage kurzer Hand alleine rausfinden).

Also, nun haben wir unseren Gasofen im Gange, und freuen uns, dass nun erträgliche Innenraumtemperaturen herrschen. Und der ist sogar relativ clever, denn auch wenn er aussieht, als wäre er aus den 60′ern, so regelt er die Temperatur, die man in verschiedenen Stufen einstellt.

So genug Gasofen, was ist nun gestern passiert? Dazu ein Bild:

Ofenrohre

Gestern saßen wir beim Frühstück, und hören plötzlich seltsame Geräusche aus dem Abzugsschacht (im Bild links). Dieser Schacht hat zwar eine Öffnung, die haben wir aber nur einmal ganz am Anfang aufgehabt, uns geekelt, und dann wieder fest verschlossen. So und da kommen jetzt komische Piepsgeräusche raus, und Flügelschläge. Also ist da ein Vogel drin. Oh mein Gott – Was nun?! Plötzlich waren die Geräusche wieder weg. Hm, sieht also so aus, als können Vögel durch unseren Schornstein rein und raus, und nutzen den Schacht als Winterquartier. Na wenn’s sein muss. Schließlich ist’s ja da drin mollig warm, denn das Ofenrohr unseres Gasofens (im Bild rechts) mündet dort, nachdem es vom Flur quer durch die ganze Küche geht. Da kann man den gemeinen Piepmatz schon verstehen, dass er da drinnen wohnen will. Im Laufe des Vormittags kamen die Geräusche mal wieder und waren dann auch wieder weg. Was für ein Trubel, immer rein und wieder raus.

Am Nachmittag machten wir uns fertig, um im Parc Maisonneuve (beim Olympiastadium) Langlaufski zu fahren. Also wir dann dabei waren die Wohnung zu verlassen, plötzlich enorme Rumpelgeräusche im Gasofenrohr. Diesmal aber im Flur!! Plötzlich ächts, krächts, flatter, kabum. Der Vogel ist im Gasofen gelandet!! Oh weh, was jetzt?! Schnell die Abdeckung abgerissen und den Ofen aus! Das war der erste Teil von der Schnellanleitung zur Ofenbedienung.

So Ofen aus. Was nun. Ok, tatsächlich. Der Vogel ist vom Abzugsschacht in der Küche durch das Ofenrohr gewandert, und dann schließlich im Ofen rausgekommen. Irgendwie klammert er sich jetzt von innen an die Metallverkleidung. Man kann Federn und Füße sehen. Alles andere wäre wahrscheinlich viel zu heiß. Also muss die Verkleidung runter, um den Vogel da raus zu holen. So schnell wie möglich, denn das wird sicher sehr schnell sehr heiß. Also schnell alle verfügbaren Schraubendreher aus der Werkzeugkiste geholt – in Québec gibt’s nämlich nichts, das nur mit einer Sorte Schraube festgeschraubt ist (da hat bestimmt die Werkzeugmacher-Mafia ihre Finger im Spiel). Nach ewigen Gefummel, hatten wir die obere Verkleidung runter und Heike stand mit einem Eimer bereit, um den Vogel einzufangen. Außerdem hatten wir Haustür und Verandatür offen, so dass er eventuell gleich rausfliegen kann.

Erstmal ist aber gar nichts passiert, im Gegenteil. Wahrscheinlich war er so verängstigt, dass er sich noch tiefer im Ofen verkrochen hatte. Also musste die zweite Verkleidung auch noch runter. Erst dann plumste der Vogel aus dem Ofen.

Der Vogel in unserer Heizung

Unsere Angst, er würde sofort durch die ganze Bude flattern, war übrigens unbegründet. Total apathisch saß er nun auf der abgenommenen Verkleidung und schnappte nach Luft. Wir haben erstmal ein Wasserschälchen hingestellt. Damit er was trinken konnte. Man konnte leider nicht sehen, was los ist. Hatte er irgendwelche Verletzungen?

Während er da so saß, also die SPCA angerufen. Das ist sowas, wie eine Tierschutzorganisation, bei der man auch gefundene Tiere abgeben kann. Die werden wissen, was zu tun ist. Und tatsächlich: Vogel in eine Kiste, mit löchern und dann hinbringen. Na das kann ja was werden. Nach ungefähr 10min Apathie, entschied sich der Vogel übrigens nicht etwa vom Wasser zu trinken, sondern sich reinzusetzen. Kann man auch verstehen.

Inzwischen hatten wir die Türen wieder geschlossen. Ist ja kalt draußen und wegflattern will er ja scheinbar nicht. Also nun nur noch den Vogel in die Kiste, und dann los. Langsam versuchte ich ihn zu greifen. Und schwups da war er wieder lebendig. Flatter, Flatter durch die ganze Küche und dann auf der Tür gelandet.

Wir haben 'nen Vogel!

 Uff, so lebendig hatten wir den Vogel nicht erwartet. Also die Türen wieder auf. Nach weiterem Geflatter durch Flur und Küche, hat er aber ganz gut die Verandatür gefunden, und ist schließlich weg.

Ja und wir? Wir standen nur so rum – schweissgebadet und verdutzt! Immerhin hatten wir in einer Viertelstunde unseren Ofen zerlegt. Das ganze in Skiklamotten. Schrauben, und Ofenteile lagen in der Küche und im Flur ausgebreitet, dazwischen Eimer, Mülltonnendeckel und unsere Vogeltransportkiste – wie auf ‘nem Schlachtfeld. Außerdem wurde es kalt. Komisches Gefühl.

Zum Glück war es noch nicht zu spät, um doch noch Skifahren zu gehen. Vorher musste aber der Ofen wieder zusammengebaut werden, denn wir wollten ja nach dem Skifahren nicht in eine kalte Wohnung kommen. Da sahen wir dass eine Anleitung im Ofen angebracht war, wie man ihn anschalten kann. Zwar schon total verblichen, aber – wie sich dass in Kanada gehört – in zwei Sprachen. So gelang es uns auch, den Ofen wieder in Gang zu bringen und alles wieder anzuschrauben. Diesmal aber auf Deutsch mit gleichen Schrauben. ;-)

Mann,mann,mann. Das war ‘ne Geschichte. Wir können nur hoffen, dass das nicht so häufig passiert. Im Grunde hoffe ich, dass es gar nicht mehr passiert. So’n Vogel im Ofen. Das ist nicht schön.

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[wa:bjeng?!] – Bienvenue en hiver 2012

Langlaufski im Nationalpark Mont St. Bruno

Nachdem es in dieser Woche nun endlich mal richtig geschneit hat, konnten wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, unsere Skier auszukramen, um den Winter zu begrüßen. Auf ging’s also zum nächstgelegenen Nationalpark Parc national Mont St. Bruno. Bei -22°C (gefühlt -30°C) war warm anziehen angesagt, und lange stehenbleiben ging auch nicht. Also ging’s  in 2 1/2 h einmal um die zwei Seen im Park und dann wieder zurück ins Warme.

Heute ging’s dann auf unseren Stadtberg – den Mont Royal. Das tolle daran. Man kann hinlaufen :-) Dann geht’s eine Stunde stetig bergauf zur Aussichtsplattform.

Aussichtsplattform auf dem Mont-Royal

Auch heute ist’s wieder recht kalt und dazu kommt der Wind oben auf dem Berg. Aber es ist echt schön, bei strahlendem Sonnenschein draußen zu sein. Und wenn man sich ständig bewegt, wird’s einem auch recht schnell sehr warm.

Na dann, Bienvenue en hiver 2012!

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[clic] – Schneeengel

12. Januar 2012 - Schneeengel

Müsst ihr klicken und a weng Geduld haben. ;)

 

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Endlich!! Da isser, der Winter

Endlich ist er da - der Winter in Montréal mit 23cm Schnee in 48h

Lang genug haben nun warten müssen und endlich ist er da – der Winter in Montréal und Québec. In den letzten 2 Tagen hat’s ordentlich geschneit. Unser Kalesse’scher-Nachbarsmauer-Schneemesser zeigt gerade 23cm an (und das gab’s alles in den letzten 48h) :-) Damit steht einem Skiwochenende ja nichts mehr im Weg.

Die letzten zwei Tage zeigten mal wieder, dass auch die Kanadier jedes neu das Fahren im Schnee lernen müssen – gestern haben wir 2h nach Hause gebraucht; heute ging’s aber schon besser. Auch wird mir wieder bewusst, dass man ja nun wieder jeden Tag das Auto morgen aus und abends wieder einbuddeln muss und das Scheibenwischwasser nur ne Woche reicht.

Wir freuen uns auch schon wieder auf die Abende, an denen wir nach der Arbeit noch schnell im Park ‘ne Runde eislaufen können.

Hach *freu*, toll ist’s – hüpf :-D

Liebe Grüße und schonmal vor ab vielmals ‘tschuldigung, dass wir jetzt erstmal Skypetermine verschieben müssen. Aber die Winterfreuden gehen vor, bis wir uns an die weiße Pracht wieder gewöhnt haben.  ;-)

Heike & Sören

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Weihnachtlicher Kurzbesuch in Deutschland

Zwischen Vorfreude und schönen Erinnerungen liegen manchmal nur 9 Tage. So auch bei unserem weihnachtlichen Kurzbesuch in Deutschland. Am 23. 12. ging es bei Schneefall in Montreal los, angekommen sind wir pünktlich zum Kaffeetrinken am Heiligabend bei Sörens Eltern. Darauf folgten turbulente Tage in Reuthen/Spremberg/Mühlhausen/Dresden/Potsdam/Berlin. Wahnsinn, wieviel Deutschland man in einer Woche so bereisen kann. Und dazu auch noch Zeit zum gemütlich Kaffeetrinken, quatschen, spazieren gehen, spielen, grillen, in Erinnerungen schwelgen, einkaufen, Glühwein trinken, Babys kennenlernen, Silvester feiern hat.

Sörens Nichte Tamina beim Weihnachtsgeschenke ausprobieren

Auch am 29.12. wirkte Dresden noch sehr weihnachtlich

Herrenhuter Sterne wie Sand am Meer - u.a. im holländischen Viertel in Potsdam

Ilmtiger-Wunderkerzen-Neujahrsgruß

Wie es war, nach so langer Zeit mal wieder in der Heimat zu sein? – Hach, schön war’s mal wieder die Familie und ein paar alte Freunde zu treffen (für einen Abstecher nach Leipzig hat die Zeit leider nicht gereicht) und die ganze Zeit nur in der Muttersprache zu reden. Geschwelgt hab ich täglich in Vollkornbrötchen. Auf meiner To-D0-List standen außerdem Thüringer Bratwurst (check), Döner (check), Jever (check).

Erstaunlich war, dass es uns im großen und ganzen nicht so vorkam, als ob wir wirklich das letzte Mal vor nunmehr 1 1/2 Jahren in Dt. waren.  – Bis auf ein paar mehr Windräder und Kreisverkehre hat sich gar nicht so viel verändert. Trotzdem, wenn man an Montreal gewöhnt ist, fällt einem die tadellose Sauberkeit der deutschen Städte, die scheinbar allerorts frisch gestrichenen Fassaden, die unglaublich gut in Schuss gehaltenen Straßen (und dazu die hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn), die große Anzahl von Ortlieb-Fahrradtaschen, die meist eher funktionelle Kleidung (Regenjacken), sowie der Fakt auf, dass Alkohol in der Öffentlichkeit ohne verdächtige braune Papiertüte getrunken wird. ;)

Die Rückreise war leider weniger schön. – 23h von Prenzelberg bis Plateau Mont Royal, Stress beim Umsteigen in Toronto, ein verlorener Rucksack (meiner), der am 3. dann total verdreckt und mit mehreren Löchern an der Seite geliefert wurde.

Alles Gute für das Jahr 2012 an euch alle!
Liebe Grüße,
Heike & Sören

 

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[clic] Advendskalender – 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

 20. Dezember 2011: So, dass war unser Adventskalender und der Jahresrückblick 2011. Der vierte Advent ist vorbei und  bald geht’s nach Hause. Ich hoffe euch hat der Adventskalender Spaß gemacht. Wir bedanken uns auch allerliebst bei Karin, die uns diesen tollen Adventskranz  geschickt hat.

Allen denen, die wir auf unserem Kurzurlaub leider nicht besuchen können, wünschen wir schonmal ein frohes und gemütliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2012. Dann mit neuer Kraft und neuen Ideen.

Liebe Grüße aus Montréal
Heike & Sören

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[clic] Advendskalender – 23. Dezember 2011

Blick vom Mont St.-Hilaire auf Montréal

10. Dezember 2011: Auch im Dezember ging’s zum Mont St.-Hilaire. Da gibt’s nämlich (außer dem Äpfelpfücken im Oktober) auch ein Biosphärenreservat der Uni McGill; und ‘ne tolle Aussicht.  Der Mont St.-Hilaire ist einer der Berge, die von Ost nach West bis zu den Appalachen eine Kette bilden. Ihr kennt auch schon andere: Mont-Royal ist der westlichste; rund um Mont Orford gehen wir ja manchmal wandern und Ski-fahren; und im September gabs einen Ausflug zum Mont Mégantic. Dort ist eine Sternwarte.

Auf dem Bild gucken wir gen Westen. Vorn sieht man den Fluss Richelieu. Hier gab es im Frühjahr wochenlang schwere Überschwemmungen. Jahrhunderthochwasser würde man in Deutschland sagen. Weiter hinten rechts sieht man den Mont St.-Bruno. Das ist ein Nationalpark. Auch hier waren wir schon Skifahren und häufig wandern. Da kann man nämlich mit dem Rad hinfahren. Und ganz hinten, da wo’s gerade heftig regnet ist Montréal.

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[clic] Advendskalender – 22. Dezember 2011

Großeinkauf auf dem Marché Jean-Talon

27. November 2011: ein letztes Mal in diesem Jahr ging’s zum Lieblingsmarkt, um Gemüse, Obst und andere Leckereien einzukaufen. Hier unsere Einkaufsliste:

  • Kartoffeln (gelb)
  • Möhren
  • Äpfel
  • Fenchel
  • Lauch
  • Tomaten
  • Paprika
  • Rote Beete
  • Nektarinen
  • Kürbis
  • Blumenkohl
  • Weißkohl
  • Bananen
  • Brot
  • Radieschen
  • Sellerie
  • Petersilie
  • Honig
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[clic] Advendskalender – 21. Dezember 2011

Villeneuve Formel-1 Strecke

13. November 2011: Ils sont vraiment fous les Canadiens, la!! Wir hatten schon berichtet, dass man auf der Villeneuve Formel-1 Strecke in Montréal auch mit dem Fahrrad fahren kann. Im November haben wir das mal ausprobiert.  Echt nett, aber was bekommt man denn da zu sehen. Maximalgeschwindigkeit 30km/h und dann auch noch Blitzer – auf ner Formel-1 Strecke!! Ja geht’s noch? Wenn das die Trainingsbedingungen für kanadische Formel-1 Piloten sind, dann wird mir einiges klar. Die spinnen die Kanadier ;-)

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